Bis auf die Hochlagen sind die Bienen aufgrund der milden Witterung an vielen Standorten nicht wirklich zur Ruhe gekommen. An sonnigen Standorten sind die Bienen heute wieder bei 4°C geflogen.
Man kann davon ausgehen, dass nun auch schon viele Völker wieder mit dem Brüten begonnen haben. Wer bisher die Gelegenheit zur Winterbehandlung nicht genutzt hat kommt jetzt in der Regel zu spät! Eine Behandlung unter nicht optimalen Bedingungen ist aber immer noch besser als gar keine!
Kontrollgänge sollten auch genutzt werden, um den Futtervorrat durch leichtes anheben zu prüfen! Es gibt vereinzelt Einzarger, die schon bedenklich leicht sind!
Bei Völkern, die in den letzten Wochen behandelt wurden, sind teilweise sehr viele Milben gefallen. Es gab mehrere Berichte, dass besonders Ableger stärker betroffen sind als die Altvölker. Dies dürfte in der Regel auf eine sehr frühe Ablegerbildung und den Verzicht auf die Spätsommerbehandlung zurückzuführen sein.
Es gibt gelegentlich Meldungen über stark geschrumpfte oder auch kahl geflogene Völker –vereinzelt werden auch Totalverluste gemeldet.
Wer die Ursache des Verlustes nicht kennt, sollte eine Probe vom Totenfall an die Bienenuntersuchungsstelle senden!
Die uns bisher vorliegenden Informationen lassen hoffen, dass die
Winterverluste nicht so dramatisch ausfallen wie befürchtet. Um Verluste und deren Ursachen besser beurteilen zu können, sind wir auf Ihre Mitarbeit angewiesen.
Bitte nennen Sie uns bei größeren Verlusten Zeitpunkt, Umfang und vermutete Ursachen und schicken Sie vor allem von eingegangenen Völkern Bienen- und ggf. Brutproben and die zuständigen Untersuchungsstelle.
Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Fachberater, an das zuständige Untersuchungsamt oder an uns. Wir sind zu erreichen unter der Telefon-Nummer 0711-459 22659.
(Text: Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim)
