Varroatelefon vom 11.01.2018

Eiseskälte in den USA, Schneemassen in den Alpen und bei uns frühlingshafte Temperaturen.
In den Windeln findet man bei einigen Völkern heruntergefallene Stifte (Eier) und die Bienen sammeln (an den sonnigeren Standorten) fleißig Wasser und Pollen (Hasel) – ein deutliches Zeichen, dass so manches Volk das Brutgeschäft wieder aufgenommen hat.


Fotos: Thomas Kustermann

Nutzen Sie doch noch die schönen Tage um die Windeln / Schubladen zur Gemülldiagnose einzuschieben. Jetzt müsste sich bei Ihren Völkern wieder der natürliche Milbenfall (mind. 14 Tage nach Behandlung) eingestellt haben.
Zählen Sie jetzt mehr als 0,5-1,0 Milben / Tag werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit in der kommenden Saison Probleme mit der Milbe bekommen! Notieren Sie sich daher die Milbenzahlen und markieren Sie die Völker mit erhöhten Milbenzahlen. (Wiederholen Sie die Messung ggf.).
 

 Abb.: Milbenzahlen (heute) an Versuchsständen (40 Völker)

    Abb. durch Klicken vergrößern.

23 Völker mit 0 Milben / Tag
13 Völker im Bereich zwischen 0 und 1 Milbe/ Tag
4 Völker mit ≥1 Milbe/ Tag (Maximum: 2,7 Milben / Tag)

So bekommt man einen guten Überblick darüber, was in den Völkern los ist.
Die rot markierten Völker werden intensiv beobachtet und erhalten ggf. eine Sonderbehandlung.

Die eisige Kälte kommt (wahrscheinlich) wieder mit Verspätung!

Längerfristige Wettervorhersagen sind immer mit Vorsicht zu genießen – manche nennen es auch Kaffeesatz lesen.
Sollte sich der Trend, so wie in der nachfolgenden Grafik dargestellt bewahrheiten, kann es für voreilig brütende, schwächere Völker unter Umständen „eng“ werden.

 

    Abb. durch Klicken vergrößern.

Quelle: wetter.com

In zwei Wochen wissen wir mehr.

Falls Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Fachberater, an das zuständige Untersuchungsamt oder an uns. Wir sind zu erreichen unter der Telefon-Nummer 0711-459 22659.

(Quelle: Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim)