Varroatelefon vom 08.12.2017

Der 3 Wochen-Regel zufolge (siehe letzten Beitrag) sollten die Völker zurzeit mehr oder weniger brutfrei sein.

Der längerfristige Trend für die Witterung zeigt, dass die Temperaturen erst kurz vor Weihnachten wieder stärker ansteigen werden (wohlgemerkt: TREND!).

Sie haben daher jetzt die Möglichkeit sich einen – auch für Sie persönlich – günstigen Behandlungstermin herauszusuchen.

Grundsätzlich gilt bei der Träufelbehandlung mit einem Oxalsäurepräparat, dass die Wirkung in der eng sitzenden Wintertraube deutlich besser ist als in locker sitzenden Völkern.

Wählen Sie daher einen Tag, an dem die Temperaturen möglichst tief sind – Minusgrade schaden den Bienen nicht und erleichtern die Behandlung, da keine / weniger Bienen auffliegen.

Ich empfehle Ihnen vor der Behandlung nochmals den natürlichen Milbenfall zu erfassen. Wenn Sie sich die kleine Mühe machen, die Behandlungsmilben (nach 1-2 Wochen) zu zählen / bzw. zu schätzen, können Sie sich ein Bild über den Erfolg Ihres Varroa-Managements machen.

Fehler, die bei der Spätsommerbehandlung gemacht wurden, rächen sich gnadenlos und lassen sich auch nicht mehr korrigieren!
Machen Sie es ggf. nächstes Jahr besser!

All diejenigen, die sich diese Mühe nicht machen wollen, haben weder eine Ahnung vom Varroa-Befallsverlauf in ihren Völkern noch können sie ihre Bekämpfungsstrategie überprüfen.

Die für die „Gemülldiagnosen“ erforderlichen Besuche am Bienenstand können immer mit den ohnehin anzuratenden, regelmäßigen Kontrollgängen zum Bienenstand verbunden werden (Sturmschaden, Specht, Mäusegitter, Frevel, …)

Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Fachberater, an das zuständige Untersuchungsamt oder an uns. Wir sind zu erreichen unter der Telefon-Nummer 0711-459 22659.

(Quelle: Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim)